Posts mit dem Label Glaube werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Glaube werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 22. Mai 2008

Identifikation



Wir haben jetzt schon die ganze Woche Vorlesung bei einem Gastdozenten aus Finnland. Sein Name ist Antti Vihinen und er ist der Leiter der Sibelius-Halle (einem Kongress und Konzert Zentrum in Lahti). Die Vorlesung ist sehr interessant und nebenbei haben wir auch noch einiges über Finnland gelernt.

In Finnland liegt eigentlich jedes Haus an einem See. Der Wert eines Hauses ermisst sich an der Entfernung zum Nachbarn – je weiter weg, desto wertvoller sozusagen. Laut Statistik trinkt jeder Finne über 18 50 Flaschen Wodka im Jahr. Die Finnen sind ein schweigsames Volk, sie reden weder viel noch gerne. (Zu diesen "Fakten" möchte ich noch sagen, dass sie alle von Antti stammen und da werde ich ihn gleich noch zitieren: "Die Wahrheiten sind subjektiv.")

Im Laufe der Vorlesung haben wir auch eine Gruppenarbeiten absolviert und auch heute haben wir wieder eine – wenn auch nur eine kleine – gemacht. Es ging darum in Zweiergruppen zusammenzugehen und sich gegenseitig vorzustellen. Die Fragen waren:

  • Wer?
  • Identifiziert sich mit …
  • Will eines Tages … Identifikation, Identifizierung
  • Macht sehr gut …
  • Könnte vielleicht noch besser machen …

Am interessantesten fand ich die Frage nach der Identität. Fast alle haben als erstes ihre "Nationalität" genannt, also ob sie Europäer sind oder Deutsche, etc. nur bei mir war es anders. Als ich mir die Frage stellte: Womit identifiziere ich mich, "was" bin ich? Habe ich als aller erstes Gedacht: Christ. Ja, ich bin ganz eindeutig Christin. Der Glaube ist ein elementarer Bestandteil meines Lebens und er ist mir auch am aller wichtigsten. Ich finde es sehr schön, dass ich das in der Gemeinschaft, in der ich studiere, auch offen sagen kann. Niemand hat eine blöde Bemerkung gemacht oder sonst irgendwie komisch reagiert.

Ich bin Christin und ich stehe dazu.

Vielleicht habe ich jetzt einige meiner Leser auch zum Nachdenken gebracht, was mich freuen würde und wenn ihr wollt, könnt ihr gerne auch einen Kommentar da lassen und euch dazu äußern, wie ihr antworten würdet.

Gottes Segen euch allen!

Sonntag, 14. Oktober 2007

(M)ein ganz besonderes Anliegen

"Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott. Wer aber nicht liebt, der weiß nichts von Gott; denn Gott ist Liebe. Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben können. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm, um uns von unserer Schuld freizusprechen.

Meine Freunde, wenn uns Gott so sehr liebt, dann müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Doch wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe erfüllt uns ganz." 1. Johannes 4,7-12

Das, was ich gerade aus dem 1. Johannes zitiert habe, kann ich aus ganzem Herzen sagen, denn es ist meine persönliche Überzeugung und deshalb (m)ein ganz besonderes Anliegen. Die Liebe Gottes hat mich bis jetzt immer begleitet und ist mir an allen möglichen Orten begegnet, an denen ich sie nicht unbedingt erwartet hätte.

Mein Taufspruch: "Ich bin ihnen von ferne erschienen und habe zu ihnen gesagt: ‚ich habe euch schon immer geliebt, darum bin ich euch stets mit Güte begegnet.'" (Jeremia 31,3)
Mein Konfirmationsspruch: "Heute gebe ich euch ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben." (Johannes 13,34)
Mein Mitarbeiter-Einsegnungsspruch im CVJM: "Jesus antwortete ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!' Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber das zweite: ‚Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!'" (Matthäus 22,37-39)

Fällt euch was auf? Richtig, in jedem von ihnen geht es um Liebe und keinen habe ich selbst ausgesucht. Beim Taufspruch ist das nachvollziehbar, denn ich wurde im Juni 1987 getauft und hätte da kaum mitreden können. Meinen Konfirmationsspruch hat der Pfarrer aus drei Sprüchen ausgesucht, die ich ihm gab, denn ich konnte mich nicht für einen entscheiden, also überließ ich ihm die Entscheidung (von den anderen war einer aus dem Psalm 23 und der andere Johannes 14,6 – ergo hatten beide nichts mit Liebe zu tun). Ein weiteres Detail ist, dass es in Predigt an meiner Konfirmation auch um das Thema Liebe ging, allerdings wusste der Pfarrer das noch nicht, als er meinen Konfirmationsspruch aussuchte. Im Jahr 2003 wurde ich vom CVJM als Mitarbeiterin eingesegnet und der Spruch wurde für mich ausgewählt.

Soweit ich weiß haben sich die betreffenden Personen nicht untereinander abgesprochen, also war alles Zufall? Nein, den ehrlich gesagt glaube ich nicht an Zufälle und genau aus diesem Grund ist es mir ein besonderes Anliegen, allen von Gottes unendlich großer Liebe zu erzählen, die er für jeden von uns empfindet, ob wir wollen oder nicht ...


Jesus/Gott/der heilige Geist liebt dich!