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Mittwoch, 7. Januar 2009

Erkenntnis oder der erste Schritt zur Besserung

Kennt ihr das auch? Wenn ihr eine Aufgabe erledigen sollt - ob das jetzt eine Hausarbeit ist, die man schreiben muss oder das Lernen für eine Klausur oder das Erledigen der Hausaufgaben, ganz egal - und euch dann ständig Dinge einfallen, die man lieber tun würde. Dinge, die man sonst oft nur ungern tut, wie putzen, bügeln, Wäsche waschen, den Hamsterkäfig sauber machen, das Aquarium schrubben, sein Zimmer aufräumen oder die Großtante, die man nicht so gern hat, anrufen, um sich für sein Weihnachtsgeschenk zu bedanken (diese Liste ließe sich sicher noch endlos fortsetzen ...)

Vor gut anderthalb Jahren habe ich schon mal einen ähnlichen Post zu diesem Thema verfasst (für die, die ihn noch nicht kennen hier lang). Jetzt habe ich einen interessanten Artikel zu diesem Thema gelesen. Der Fachbegriff für die so genannte "Aufschieberitis" lautet Prokrastination (den Artikel dazu gibt es hier).

"Viele Menschen kennen es von sich selbst, dass sie unangenehme Tätigkeiten wie Steuererklärung und Referatsvorbereitung, aber auch Weihnachtseinkäufe und lästige Telefonate lieber aufschieben als sofort erledigen. Aufschieben ist so häufig, dass man es fast als normal ansehen muss. Bei manchen Personen nimmt das Aufschieben jedoch ein Ausmaß an, unter dem die Betroffenen erheblich leiden und das schließlich bedrohliche Folgen hat, z.B. Abbruch einer Ausbildung oder berufliches Scheitern. Ständiges Aufschieben wird von den Betroffenen und der Umgebung oft für persönliche Willensschwäche oder Faulheit gehalten. Damit ist Aufschieben jedoch nicht erklärt und mit solchen Konzepten lässt es sich auch nicht verändern. Vielmehr handelt es sich dabei um ein ernsthaftes Problem der Selbststeuerung, für das es aber auch professionelle Hilfe gibt." Quelle

Für mich war dieser Artikel sehr aufschlussreich, er hat mir eine gewisse Erkenntnis gebracht, ich hoffe, dass mir das für eine Besserung reicht, vor allem auch im Hinblick auf meine Bachelor-Thesis, die ich bis zum 31.8.2009 fertig haben sollte. Zumindest habe ich mir fest vorgenommen früher damit fertig zu werden und nicht, wieder bis zum letzt möglichen Abgabetermin zu warten. Ich hoffe dass es klappt, drückt mir die Daumen, ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Montag, 21. Juli 2008

Schweigsam

Hallo Leute,

ich möchte mich erst mal entschuldigen, das ich in letzter Zeit eher schweigsam war und ihr nichts von mir gehört habt, deshalb kommt jetzt ein kurzes Update:

Mir geht es im Moment sehr gut.

Ich stecke in den Vorbereitungen für den Empfang nach dem Traugottesdienst von Anna und Felix kommenden Samstag, auf die ich mich schon sehr freue.

Außerdem schreibe ich momentan noch an einer Hausarbeit, die ich am 31. 7. abgeben muss.

Desweiteren freue ich mich schon tierisch auf den Urlaub im schönen Berlin mit meinem wunderbaren Freund (ich liebe dich mein Schatz*kiss*) und bin dafür auch schon kräftig am Planen.

Mittlerweile schon länger her, sind die beiden TEN-SING-Konzerte, die, wie ich fand, ziemlich gut liefen. Ich bin schon gespannt, wie die nächste Saison so laufen wird.

Ansonsten hab ich jetzt mehr oder weniger frei, mein Vertrag bei Siemens läuft noch bis Ende der Woche, danach hab ich dann frei und am 1.9.2008 beginnt dann mein Praktikum im Congress Center Böblingen, auf das ich auch schon sehr gespannt bin.

So, jetzt seid ihr mal wieder auf dem neusten Stand.

LG und Gottes Segen (und allen Schülern, ab Donnerstag auch noch schöne Ferien!)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Identifikation



Wir haben jetzt schon die ganze Woche Vorlesung bei einem Gastdozenten aus Finnland. Sein Name ist Antti Vihinen und er ist der Leiter der Sibelius-Halle (einem Kongress und Konzert Zentrum in Lahti). Die Vorlesung ist sehr interessant und nebenbei haben wir auch noch einiges über Finnland gelernt.

In Finnland liegt eigentlich jedes Haus an einem See. Der Wert eines Hauses ermisst sich an der Entfernung zum Nachbarn – je weiter weg, desto wertvoller sozusagen. Laut Statistik trinkt jeder Finne über 18 50 Flaschen Wodka im Jahr. Die Finnen sind ein schweigsames Volk, sie reden weder viel noch gerne. (Zu diesen "Fakten" möchte ich noch sagen, dass sie alle von Antti stammen und da werde ich ihn gleich noch zitieren: "Die Wahrheiten sind subjektiv.")

Im Laufe der Vorlesung haben wir auch eine Gruppenarbeiten absolviert und auch heute haben wir wieder eine – wenn auch nur eine kleine – gemacht. Es ging darum in Zweiergruppen zusammenzugehen und sich gegenseitig vorzustellen. Die Fragen waren:

  • Wer?
  • Identifiziert sich mit …
  • Will eines Tages … Identifikation, Identifizierung
  • Macht sehr gut …
  • Könnte vielleicht noch besser machen …

Am interessantesten fand ich die Frage nach der Identität. Fast alle haben als erstes ihre "Nationalität" genannt, also ob sie Europäer sind oder Deutsche, etc. nur bei mir war es anders. Als ich mir die Frage stellte: Womit identifiziere ich mich, "was" bin ich? Habe ich als aller erstes Gedacht: Christ. Ja, ich bin ganz eindeutig Christin. Der Glaube ist ein elementarer Bestandteil meines Lebens und er ist mir auch am aller wichtigsten. Ich finde es sehr schön, dass ich das in der Gemeinschaft, in der ich studiere, auch offen sagen kann. Niemand hat eine blöde Bemerkung gemacht oder sonst irgendwie komisch reagiert.

Ich bin Christin und ich stehe dazu.

Vielleicht habe ich jetzt einige meiner Leser auch zum Nachdenken gebracht, was mich freuen würde und wenn ihr wollt, könnt ihr gerne auch einen Kommentar da lassen und euch dazu äußern, wie ihr antworten würdet.

Gottes Segen euch allen!

Freitag, 29. Februar 2008

Der Isenheimer Altar oder die vergebliche Suche nach einem Starbucks, den es nicht gibt

Vor einigen Wochen hat einer unserer Profs an der Merkur an alle Studierenden eine Email geschrieben. In dieser Email hat er uns alle zu einem Ausflug nach Colmar und Umgebung eingeladen, der für Studierende kostenlos war und am 28.02.2008 stattfinden sollte. Das Paket enthielt das Museum Unterlinden, in dem der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald (die Ausstellung in der Kunstgallerie in Karlsruhe ist aktuell noch bis Sonntag zu besichtigen und sehr lohnenswert) ausgestellt ist, eine Besichtigung der Stadt und gegen Abend sollte sie mit einem gemeinsamen Flammkuchenessen und Traubensafttrinken (in jeglicher Form) abgerundet werden. Ich bekam also diese Email und brauchte keine fünf Minuten um Professor Zerr eine Email zu schicken, dass ich dabei bin.


Die Vorfreude war groß und gestern war es dann endlich soweit. Der Bus hielt pünktlich um 10h am Gebäude der FH in der Karlstraße und nachdem wir eingestiegen waren, fuhr er weiter zum Gebäude in der Reinhold-Franck-Straße, wo wir den Rest der Truppe einsammelten. Dann ging es auf gen Colmar. Professor Zerr erzählte uns einiges Interessantes über Matthias Grünewald und die Entstehung des Isenheimer Altars, dann wollte er eine CD mit einer Oper, die den Titel "Mathis der Maler" (oder so ähnlich) trug einlegen, damit er mal eine Sprechpause einlegen konnte. Problem war nur, dass der CD-Spieler des Busses beschlossen hatte, seinen Geist aufzugeben und weder unsere noch die Party-CD, die sonst immer geht, abzuspielen. Dies führt zu einer Odyssee durchs Elsass. Zunächst machten wir in einer kleinen schnuckligen Ortschaft Halt, damit der Busfahrer sich das Problem genauer ansehen konnte. Er kam zu dem Ergebnis, dass der CD-Player kaputt sei. Also fuhren wir weiter, um einen Elektroladen zu finden, wo wir einen CD-Player kaufen wollten. Nachdem wir in eine enge Straße reingefahren waren und Professor Zerr kurz ausgestiegen war, um sich kundig zu machen, mussten wir aus der Straße wieder rückwärts raus in den Kreis rein fahren, weil der Bus sonst nicht hätte wenden können und fuhren weiter bis zum Supermarkt, wo wir fast eine halbe Stunde warteten, bis der CD-Player schließlich da war. Wir fuhren weiter und mussten feststellen, dass unsere Odyssee vollkommen umsonst gewesen war, da der CD-Player zu leise war, um den ganzen Bus zu beschallen …


Auf der Weiterfahrt bekamen wir wieder einiges erzählt, bis wir schließlich in Colmar ankamen und ins Museum pilgerten. Dort bekamen wir alle Kopfhörer und Herr Zerr ein Mikrofon, worüber er uns allerhand wissenswertes über den Isenheimer Altar erzählt. Das letzte Mal, war ich vor ca. zwei Jahren dort gewesen. Damals mit meinem Kunstkurs von der Schule, weil Grünewald eines unserer Sternchenthemen im Abitur war. Unser Lehrer überließ uns, uns selbst, weil wir ja im Unterricht schon einiges ausführlich besprochen hatten. Deshalb war es sehr interessant, mal eine richtige Führung vor Ort zu erhalten.


Nachdem die Führung zu Ende war, hatten wir noch etwas Zeit, um uns den Rest des Museums anzuschauen und anschließend hatten wir die Möglichkeit unser Augenmerk auf das bezaubernde Colmar zu werfen (und das meine ich jetzt nicht ironisch!). Außerdem bekamen wir sozusagen den Auftrag den Starbucks, den es angeblich in Colmar geben sollte, zu suchen und für einen anderen Prof der nicht dabei sein konnte, zu fotografieren. Nachdem wir einige Zeit durch die Gassen gelaufen waren, mussten wir feststellen, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Starbucks in Colmar gibt (ich habe auch nochmal auf der offiziellen Homepage nachgesehen und es gibt wirklich keinen). Naja, wir haben dann in einem netten kleinen Café Kaffee getrunken, was auch schön war.


Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Riedwihr, wo wir Flammkuchen essen wollten. Das Restaurant war auch schnell gefunden und abgesehen davon, dass der Wirt es verpeilt hatte, dass wir auf 18h und nicht auf 19h, das Restaurant für uns haben wollten, war es noch ein sehr schöner Ausklang eines schönen Tages. Nachdem wir uns ausgiebig satt gegessen und Wein getrunken hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Karlsruhe, wo wir gegen halb elf ankamen.


Es war wirklich ein sehr schöner Ausflug und ich finde, wir könnten sowas ruhig öfters machen.