Dienstag, 2. Oktober 2007

Worte

So viele Worte doch ohne Verstand
So viele Worte in Sätze gebannt.

So viele Worte bringen mich zu Fall
So viele Worte doch nur Rauch und Schall

So viele Worte, die wohl alles zerstören
So viele Worte, die Niemand will hören

So viele Worte ergeben doch keinen Sinn
So viele Worte und bringen keinen Gewinn

So viele Worte erfüllen nicht ihren Zweck
So viele Worte sind doch so weit weg.

So viele Worte helfen uns nicht
So viele Worte ersetzen doch kein Gesicht

So viele Worte, die wirken gemein
So viele Worte sind grad am entzwei'n

So viele Worte versuchen zu retten
So viele Worte legen mich nur in Ketten.

So viele Worte doch welches ist recht?
So viele Worte und jedes scheint schlecht

So viele Worte haben doch nichts zu sagen
So viele Worte ergeben nur noch mehr Fragen

So viele Worte brechen das Schweigen
So viele Worte können den Weg doch nicht zeigen

So viele Worte verstärken nur noch den Schmerz
So viele Worte, die verletzen dein Herz.

So viele Worte machen alles nur schlimmer
So viele Worte und keine Hoffnungsschimmer

So viele Worte es sind ihrer so viele
So viele Worte verletzten nur noch mehr Gefühle

So viele Worte doch keins konnte schützen
So viele Worte, die nicht unterstützen.

So viele Worte steh'n mir nur im Weg
So viele Worte auf die keiner Wert legt.

So viele Worte machen alles kaputt
So viele Worten legen alles in Asche und Schutt!

So viele Worte tun mir alle so leid
So viele Worte soll'n nicht münden in Streit

So viele Worte, die wir in uns tragen
So viele Worte, doch was bleibt zu sagen?


Es gibt so viele Wörter, aber es ist mindestens genau so schwierig die richtigen zu finden und manchmal sagt man etwas und danach fällt einem auf, dass es das Falsche war und man das hätte wissen können/sollen/müssen. Besonders in Situationen, in denen man weiß, dass der andere jedes Wort auf die Goldwaage legt. Aber auch wenn man sich etwas wohl überlegt hat, bevor man es sagt, kann es falsch sein. Nämlich dann, wenn für einen selbst die Betonung bei einem Satz wo ganz anders liegt, als sie der andere versteht. Dann hängt alles an einem Wort, das den Sinn/die Aussage des Satzes nicht verfälscht hätte, wenn man es weggelassen hätte, aber für den anderen steht nur noch dieses Wort im Raum, das man nicht ausreichend bedacht hat und dann führt eins zum anderen: Man gibt die falsche Antwort, auf die resultierende Frage. Das Gespräch wird beendet und man kann gar nichts mehr sagen. Alles was bleibt ist die Angst, dass jetzt alles vorbei sein könnte und man alles kaputt gemacht hat sowie die Gewissheit, dass man den anderen gerade sehr verletzt hat und man keine Möglichkeit hat, das ganze ungeschehen zu machen und/oder den Schmerz des anderen zu lindern.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

so viele worte...

gefällt mir ;)